Kapitel 8 - Die Schellentrommel
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00:00:00: Willkommen zu meinen kurzweiligen Episoden mit einer Priseironie, Zarkasmus aus meiner Zeit in der psychosomatischen Klinik.
00:00:09: Kapitel VIII Die Schellentrommel Puh!
00:00:15: Von dieser Visite musste ich mich erstmal gründlich erholen.
00:00:19: Jetzt ist es schon besser und ich fiebere meine Entlassung entgegen.
00:00:22: Ich hoffe das klappt alles so wie gedacht.
00:00:25: Das werde ich diese Woche auf jeden Fall erfahren.
00:00:27: Gestern hatte ich noch so zwei Stunden anderen Hüse.
00:00:30: Erst musste ich am Computer ganz viele Fragen beantworten, sehr mühsamt!
00:00:35: Gab es einmal einen Zeitabschnitt in ihrem Leben, indem sie anders fühlten und handelten als sonst?
00:00:41: Und indem Sie sich so gereizt fühlte dass sie mit Menschen anschreien oder in Streitigkeiten oder Handgreiflichkeiten verwickelt wurden?
00:00:48: Ja bei meiner letzten Visite bei Frau Doktor Fällt es ihnen schwerer, als früher ihre Aufmerksamkeit auf zwei unterschiedliche Dinge zugleichzurichten?
00:00:58: Zum Beispiel einen Gespräch zu folgen und sich dabei zugleich Notizen zumachen.
00:01:03: Auto zu fahren oder Geschirr zu spielen?
00:01:05: Nein!
00:01:06: Während ich Autofahre kann ich wunderbar gleichzeitig geschirr spülen.
00:01:10: Was für dämliche Fragen.
00:01:12: sind sie manchmal unsicher ob Sie etwas tatsächlich erleben oder ob es sich nur in Ihrer Vorstellung... Oh ja, ob es die rosa Tütchen nur in meiner Vorstellung gibt weiß ich bis heute nicht.
00:01:23: Konnten Sie sich während der letzten Wochen schlecht konzentrieren?
00:01:27: Nicht nur während der Letzten Woche!
00:01:29: Gab es Menschen denen sie während der letzen Woche nicht trauten?
00:01:32: Laut Frau Dr.
00:01:33: Hohen.
00:01:34: Ja, fühlten Sie sich in der letzten Woche einsam... Ich fühle mich seit Jahren einsam.
00:01:39: Stammten Sie während der letzten Woche innerlich unter Hochspannung?
00:01:42: Ich stehe seit Jahren innerlich Unterhochspannungen.
00:01:45: Erlebten sie in letzter Zeit Kritik als vernichtend?
00:01:48: Naja, die Kritik, die ich in den letzten Jahren bekam war vernichend!
00:01:52: Wenn Sie sich schlecht fühlen, haben Sie dann von Zeit zu Zeit
00:01:55: Fressampfälle?!
00:01:56: Ah, das soll doch keiner wissen... Haben Sie während der letzten Woche Alkohol konsumiert?
00:02:01: Wie witzig!
00:02:02: Mich beschleicht das Gefühl, diesen Fragebogen hätte ich an einem meiner ersten Tage hier machen sollen.
00:02:07: Oder ist es eine Pfarrnfrage?
00:02:08: Und nein... Ich trinke seit ich hier bin natürlich keinen Alkohlherdoktor.
00:02:13: Waren sie während der letzte Woche betrunken?
00:02:15: Jaaa wir haben uns mit Skinny Bitch ohne Wodka und Eis die Kante gegeben.
00:02:19: Am liebsten würde ich wie die Sit-Up Dame bei jeder Frage sagen Boah..Ich kann das nicht.
00:02:24: Boah....ich will das nicht Boah, ich verstehe das nicht!
00:02:27: Ganz am Ende wurden mir noch ganz viele Fragen mündlich gestellt und dann war ich endlich fertig.
00:02:32: Heute Nachmittag geht's wieder zur Musiktherapie.
00:02:34: Das ist eigentlich immer ganz schön.
00:02:36: Zu Beginn hören wir immer ein Lied dass sich jemand von uns wünscht und reden darüber was es für denjenigen bedeutet.
00:02:42: Ich habe heute einen Wunsch I want to break free... absolut surreal in der Musiktherapie.
00:03:04: Zwei hatten abgesagt, es waren nur Tobi und ich da – und Frau Gärtner natürlich!
00:03:08: Wir tauschen uns über Emotionen aus die wir nicht empfinden dass das so oft eine Lehre in uns ist.
00:03:14: dann wurde uns beiden klar wie wichtig Ruhe ist und was wir mit Ruhe verbinden.
00:03:18: draußen sein Sonne Grasgeruch Vogelgezwitscher Kaffee und Ruhe.
00:03:24: Niemand da keiner spricht keiner will was.
00:03:27: Wir träumten uns auf einem Berg nach ganz oben.
00:03:30: dort saßen wir auf einem mühlen Eingang in der Sonne und betrachteten das wuselige Geschäfte, getreifende restlichen Menschheit da unten im Tal.
00:03:38: Zeit weg!
00:03:39: Ruhe!
00:03:40: Und in diesen Moment hinein drückte Frau Gerdner unser Instrument in die Hand.
00:03:44: Wir sollten einfach spielen.
00:03:45: Ich bekam eine Handtrommel, die am Rand jede Menge Schellen hatte.
00:03:49: Immer wenn ich die Trommelschluck klirrten die Schellen Ein grausames Geräusch.
00:03:53: BUMM!
00:03:54: KLAG!
00:03:54: DOSCH!
00:03:56: BUMMM!
00:03:56: Klaag!
00:03:58: Etwas in mir regte sich.
00:04:00: Die Schellentrommel widerte mich an, aber ich schlug immer wieder drauf.
00:04:04: Sie wühlte mich auf.
00:04:05: Bum!
00:04:06: Klerk krass!
00:04:07: Sie ließ mich die Pylare unter der Sahne sehen.
00:04:09: Bumm!
00:04:12: Etwas in mir was keiner kennt.
00:04:14: Niemand weiß um was ich nicht begreife... ...aber ich weiß jetzt.
00:04:18: deswegen bin ich hier.
00:04:20: BUMM!
00:04:21: Ich springe auf, öffne das Fenster und schmeiße die Schellendrommeln weg.
00:04:25: Frau Gärtner schaut mich entsetzt an Und wir sind im fünften Stock.
00:04:29: Zu meiner Verwunderung sagt sie dann aber, sehr gut Frau Lütz ich bin stolz auf Sie?
00:04:34: Mega!
00:04:34: Schellen Trommeln aus dem Fünften Stopp werfen ja da kann man schon mal stolz sein.
00:04:39: Ich bin alle Treppen runter gerannt und habe die Trommel wieder geholt.
00:04:42: Sie hat niemand getroffen und war leider noch völlig intakt.
00:04:45: Miss Ding Dank des Sportprogramms bin ich die Treppen auch wieder hochgerannt und habe vor Gärtner ihre Tromme wiedergegeben.
00:04:51: Dann setzen wir uns und durften uns noch ein Lied wünschen.
00:04:55: Ich wünschte mir Holidays from myself.
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